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Konkurrenz für den Coloured Canyon?!
Noch ein Canyon? JA, und was für einer...
Nach dem Besuch des Coloured Canyon vor einigen Wochen stellte sich die
Frage: lohnt sich der Besuch eines weiteren Canyon in diesem Urlaub? Da sich die Antwort
wohl nur durch Ausprobieren finden lässt, wurde der Trip mit dem Diving Camp Nuweiba gebucht.
Mit
dem Jeep geht es über den Checkpoint auf die Straße nach Kairo, vorbei
an der Einfahrt zum Coloured Canyon . Nach ca. 45min geht es ab auf
eine Wüstenpiste – allerdings nur ca. 15min. Für unser Gefühl und alle
zarten Hinterteile ein Pluspunkt gegenüber dem C.C., denn dort wird man
ca. 1 Std. kräftig geschüttelt.
Mit unserem Beduinenführer machen wir uns auf den Weg. Hier geht es
zunächst leicht bergan, dann leicht bergab. Dieser erste Teil der
Strecke ist sehr leicht zu bewältigen. Nach einer Weile allerdings
biegen wir in ein zweites Tal ab. Ab hier wird es etwas anstrengender,
festes Schuhwerk ist auf jeden Fall empfehlenswert und der letzte
Spaziergang sollte auch nicht Jahre zurückliegen.
Wichtig ist ebenfalls
eine ausreichende Wassermenge (2-3l) mitzuführen, denn in der Wüste ist es echt schwer Supermärkte zu finden . An den meisten Stellen ist der Bridge Canyon breiter als der Coloured Canyon, und auch die Seitenwände sind nicht ganz so hoch - dafür hat man
häufiger einen Blick auf die umliegende Landschaft, was mindestens
ebenso beeindruckend ist. Die Gegend ist rauer, die Steine sind nicht
so geschliffen und die Brücke, die dem Canyon ihren Namen gibt, lässt
einem fast schon Schauer über den Rücken laufen: Ca. 50m über dem Weg
springt ein etwa 20m langer und 1,5m breiter Felsen aus der Wand hervor
und ist nur noch an den Enden in der Wand verankert.
Farbig ist es hier
auch: rote Felsen, roter Sand, ebenso gelb, braun, weiß. Manche Stellen
sehen aus, als wären von Menschenhand Höhlenzeichnungen angebracht
worden, doch es ist alles pure Natur. Und es ist nichts los. An diesem
Nachmittag sind wir die einzige Gruppe, kein Rufen und Schreien anderer
Gruppen, keiner der drängelt... Ein paar steilere Partien sind hier
ebenso wie im Coloured Canyon zu bewältigen, allerdings dürfte das jeder schaffen,
der sicher auf den Beinen ist. Es ist nirgendwo so eng wie im Coloured Canyon, vor
einem Steckenbleiben muss keiner Angst haben. Angenehm ist das flache
Endstück der Strecke, auf dem man noch einmal so richtig genießen kann - weicher Sand unter den Füßen, Sonne von oben, vielfarbige Steine und
Felsen, Rundumblick auf die beeindruckende Landschaft des
Sinai.
Entspannendes Ende der ca. 2-stündigen Tour: Tee mit den
Beduinen in einer kleinen Oase, wo der Jeep bereits auf uns wartet. Herrliche
Ruhe, lichter Schatten unter Palmen – was will man mehr? Eigentlich nur
noch bleiben, genießen, schlafen, vielleicht erst am nächsten Morgen
zurückfahren - aber das bleibt ein Wunsch. Am Ende der Teepause geht es
zurück durch die Wüste auf die Straße und nach Nuweiba.
Fazit: Auf
jeden Fall lohnenswert, sicherlich anders als der Coulored Canyon, aber für unser
persönliches Gefühl noch beeindruckender und, vor allem, ruhiger.üttelt.
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